Rückblick auf das Birdrace 2026
Wie viele Vogelarten lassen sich innerhalb von 24 Stunden entdecken? Die Antwort auf diese Frage wurde am vergangenen Samstag wieder überall in Deutschland gesucht. Beim inzwischen 23. bundesweiten Birdrace des DDA ging es einmal mehr darum, möglichst viele verschiedene Vogelarten zu entdecken, d.h. zu sehen oder zu hören. Der Ansturm auf die Veranstaltung war dabei so groß wie noch nie: Mehr als 3.000 Personen registrierten sich für das Birdrace 2026 und schwärmten in über 1.000 Teams in alle Winkel der Republik aus. Einige Teams starteten am 2. Mai tatsächlich um Punkt 0 Uhr und zogen bis 23:59 Uhr durch die Natur – 24 Stunden Hardcore, echte Gefühle! Auch wenn es die meisten etwas entspannter angingen, wurden am Ende bundesweit wieder mehr als 320 Arten entdeckt. Neuzugänge in der ewigen Birdrace-Artenliste sind in diesem Jahr ein Jungfernkranich in Niedersachsen, ein Tundraschlammläufer in Schleswig-Holstein, Papageitaucher vor einem Forschungsschiff in der Nordsee und ein in Sachsen fotografierter Nonnensteinschmätzer.
Den Bundeslandvergleich konnte erneut Niedersachsen mit 255 Arten für sich entscheiden und setzte sich damit von Schleswig-Holstein (247) ab. Die Bayern (239) nur auf Platz 3 – das gibt es selten. Betrachtet man einzelne Kreise, dann kamen die Teams in Nordfriesland auf 208 Arten, gefolgt von Vorpommern-Greifswald (204) und Plön (183). Die besten Kreise ohne Zugang zur Küste waren Lüneburg und Weilheim-Schongau, wo jeweils 171 Arten entdeckt wurden.
Das Birdrace ist immer auch ein Spendenrennen und diesmal flossen die Spenden erneut in den neuen Atlas Deutscher Brutvogelarten. Insgesamt kamen nach aktuellem Stand für ADEBAR 2 dadurch mehr als 53.000 Euro zusammen – ein riesiges Dankeschön gilt allen, die dazu beigetragen haben! Mehr über das Projekt und die weiteren Beteiligungsmöglichkeiten unter adebar.dda-web.de.
Das Birdrace im Detail
Inventur der Natur – Die entdeckten Arten
Der Vogelzug befindet sich Anfang Mai auf dem Höhepunkt und so ist es seit inzwischen 23 Jahren beeindruckend, was diese Momentaufnahme der Vogelwelt so alles an Informationen liefert. Auch 2026 verzeichnet die Gesamtartenliste wieder mehr als 320 Arten – einige Ergebnisse sind derzeit noch in Überprüfung. In dieser Nachlese beschränken wir uns wie schon in den Vorjahren auf die auch bei ornitho.de gemeldeten Arten.
Gleich vier neue Birdrace-Arten beweisen es: Mehr Augen sehen auch mehr! Es wurden neben den „Erstnachweisen“ (Jungfernkranich, Tundraschlammläufer, Papageitaucher und Nonnensteinschmätzer) noch zahlreiche weitere Raritäten entdeckt. Erst zum zweiten Mal schaffte es der Bartgeier auf eine Ergebnisliste. Zum dritten Mal – und gleichzeitig im dritten Jahr in Folge – konnte der Schlangenadler angekreuzt werden. Jeweils zum vierten Mal insgesamt (und jeweils erstmals 2022) wurden beim Birdrace Gleitaar und Terekwasserläufer entdeckt.
Aber mindestens so spannend wie die Seltenheiten ist ja das Auftreten der „Allerweltsarten“. Wohl jedes Birdrace-Team kann Geschichten erzählen, welche sicher geglaubte Art ausgerechnet an diesem Tag nirgendwo zu finden war. Insgesamt 18 Arten wurden von mehr als 90% aller Teams entdeckt. Gegenüber dem Vorjahr gab es dabei erwartungsgemäß keine größeren Unterschiede. Betrachten wir das Ergebnis der Arten (Stand 4.5.2026) in systematischer Reihenfolge, fallen jedoch wieder einige Extremwerte auf.
Noch nie kreuzten so wenige Teams Zwerg- und Haubentaucher an, während die übrigen Lappentaucher gegenüber dem Vorjahr wieder leicht zulegten. Beim Silberreiher fällt auf, dass ihn diesmal weniger als 40% der Teams fanden, während es 2025 noch mehr als 55% waren. Nachdem möglicherweise geringe Niederschläge im vergangenen Jahr zu schlechten Bedingungen für Enten gesorgt hatten und diese teilweise Negativrekorde verzeichneten, fanden sich viele Arten in diesem Jahr wieder häufiger auf den Ergebnislisten der Birdracer wieder. Schnatter-, Stock, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Schellente legten gegenüber dem Vorjahr zu. Noch geringer fiel die Quote jedoch bei Krick-, Knäk-, Kolben- und Moorente aus, die offenbar schwer zu entdecken waren.
Beim Birdrace am 3. Mai 2025 konnten nur 3% der Teams einen Wespenbussard entdecken. Trotz des noch früheren Datums stieg der Wert in diesem Jahr auf über 7% an. Der Heimzug setzte also gerade pünktlich zum Birdrace ein und führte so zu vielen zufriedenen Gesichtern. Einen neuen Rekordwert setzte der Seeadler: mehr als 32% der Teams verbuchten die Art auf ihrer Liste. Sicherlich auch ein Beleg für erfolgreiche Schutzmaßnahmen und erfreulich steigende Bestände. Rohrweihen waren so gut vertreten wie zuletzt 2020 und Wiesenweihen mit über 9% so stark wie zuletzt 2017. Während die Wespenbussarde zahlreich beobachtet wurden, ließen Baumfalken vielerorts auf sich warten. Nur 21% der Teams fanden die Art. Ein Negativrekord ist auch beim Wanderfalken festzustellen, den nur 28% entdeckten.
„Pick-Per-Wick“ – der Schlag der Wachtel wurde von mehr als 12% der Teams vernommen, was den höchsten Wert seit 2016 darstellt. Die Bedingungen für Limikolen schienen in diesem Jahr vielerorts gut gewesen zu sein, denn viele Arten wurden überdurchschnittlich häufig entdeckt. Stelzenläufer (5%) waren zuletzt im Einflugjahr 2012 noch häufiger auf den Artenlisten zu finden, auch Flussregenpfeifer, Kiebitz, Kampfläufer, Bekassine, Dunkelwasserläufer, Grünschenkel, Wald- und Bruchwasserläufer legten gegenüber dem Vorjahr deutlich zu. Bruchwasserläufer wurden auf 55% der Ergebnislisten angekreuzt – ein zuletzt vor 15 Jahren erreichter Wert. Eine deutlich negative Entwicklung zeigt sich stattdessen bei Sandregenpfeifer, Temminck- und Alpenstrandläufer sowie Flussuferläufer.
Wenige deutliche Abweichungen zeigen sich bei Möwen und Seeschwalben, wobei Zwergmöwe und Trauerseeschwalbe mit höheren Werten als in den Vorjahren herausstechen. Bei den Tauben wurden Hohl- und Türkentauben seltener entdeckt als im Vorjahr – während das „Sorgenkind“ Turteltaube immerhin seit 3 Jahren nahezu identische Werte erreicht. Aber was war denn da am Himmel los? In vielen Regionen offenbar wenig, denn Mauersegler fanden 11% weniger Teams als im letzten Jahr und auch alle Schwalbenarten verzeichneten leicht niedrigere Werte. Geradezu katastrophal fällt das Ergebnis beim Eisvogel aus: Nur noch 30% der Teams fanden ihn, was gegenüber 2025 einem Rückgang um mehr als 17% entspricht. Schaut man sich die Daten von ornitho.de an, bestätigt sich diese Momentaufnahme. 2026 wurden dort bislang deutlich weniger Eisvögel gemeldet als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt verlief der vergangene Winter ja relativ mild, aber hat der schneereiche und in einigen Regionen sehr kalte Januar vielleicht doch zu stärkeren Verlusten geführt? Bei den Spechten gab es Licht und Schatten. Wendehals und Kleinspecht waren offenbar erfreulich aktiv, während Schwarzspechte immerhin noch auf mehr als der Hälfte aller Ergebnislisten landeten, jedoch den niedrigsten Wert seit 2019 einfuhren.
Die Singvögel - Sorgenkinder und verpasste Nachzügler
Den Singvogelteil beginnen wir mit keinen guten Nachrichten: Sowohl Hauben- als auch Feldlerchen wurden beim Birdrace 2026 von so wenigen Teams entdeckt wie nie zuvor. Den historisch niedrigsten Wert aller Birdrace-Jahre erreichte auch der Hausrotschwanz. Weniger als 80% kreuzten die mutmaßlich sicher geglaubte Art an. 2020 fand sich die Art noch mit über 90% in den Top25 der meistbeobachteten Arten wieder. Wirklich stark vertreten waren hingegen Braunkehlchen, die in diesem Jahr in vielen Birdrace-Kreisen rasteten. Die Misteldrossel ist Jahr für Jahr aufgrund einer Anfang Mai bereits recht geringen Aktivität ein Wackelkandidat aller Birdracer. Aber wieso wurde 2026 mit nur noch 41% ein Negativrekord eingefahren? So oft wie beim keinem Birdrace zuvor wurden Schilfrohrsänger entdeckt – 45% aller Teams kreuzten die Art an. Einen Rekordwert erreichte auch der Drosselrohrsänger (33%). Zu früh fand das Birdrace in diesem Jahr jedoch eindeutig für den Sumpfrohrsänger statt. Ihn fanden nur 14% aller Teams, ein gegenüber dem Vorjahr um mehr als 7% niedrigerer Wert. Dazu gesellen sich auch Grauschnäpper (-6%) und Neuntöter (-8%), die bei einem Termin ein paar Tage später wohl vielerorts keine Probleme gemacht hätten. Sehr gute Werte erreichten diesmal Klapper- und Gartengrasmücke. Letztere wurde fast so häufig entdeckt wie die Dorngrasmücke, die sich gegenüber dem starken Vorjahr etwas weniger oft ankreuzen ließ.
Immer schwieriger sind beim Birdrace offenbar Wintergoldhähnchen zu finden. Mit einem Verlust von mehr als 7% konnten es gerade einmal noch 41% der Teams entdecken – vor 10 Jahren waren es noch mehr als 70%. Sehr passend also, dass auch das Gemälde der Birdrace-Urkunde in diesem Jahr auf den Winzling aufmerksam macht! Fehlen in vielen Gebieten inzwischen einfach die passenden Nadelwälder? Das würde auch die schwachen Werte bei Hauben- und Tannenmeise sowie Fichtenkreuzschnabel erklären. Zum stark rückläufigen Bestandstrend in Deutschland passt leider auch die Entwicklung der Beutelmeise beim Birdrace. Fanden sie 2020 noch fast 10% aller Teams, fiel der Wert diesmal auf unter 5%. Reale positive Entwicklungen bestätigt hingegen der Birdrace-Trend des Kolkraben. Auf 63% aller Ergebnislisten findet sich diese Art – neuer Rekord.
Die folgenden Arten beginnen mit G wie „gar nicht gut“: Inzwischen seit sechs Jahren rückläufig sind die Werte beim Girlitz, den aktuell noch 40% der Teams verbuchen konnten. Ebenfalls Negativrekorde gab es bei Gimpel (37%) und Goldammer (75%). Zum Glück können wir unseren Rückblick in systematischer Reihenfolge aber mit einem positiven Ergebnis beenden: Die Grauammer verzeichnete mit 28% ein Rekordergebnis und wurde nie zuvor von so vielen Teams entdeckt.
Wieviel Prozent der Teams die einzelnen Vogelarten Deutschlands beim Birdrace 2025 entdeckten, ist hier detailliert abrufbar: https://birdrace.dda-web.de/arten/alle_jahre
Die genannten Entwicklungen zeigen, dass das Birdrace auch fachlich durchaus interessante Ergebnisse bringen kann. Man darf bei solchen Citizen-Science-Zählaktionen aber nicht vergessen, dass es sich um absolute Momentaufnahmen handelt und Teamverteilung und Zusammensetzung maßgeblichen Einfluss auf diese Werte haben. Sie können daher zum Nachdenken und zur Interpretation anregen, sollten aber nicht als Maß für Bestandsveränderungen herhalten. Dafür ist und bleibt ein Vogelmonitoring nötig, wie es der DDA in den verschiedenen Erfassungsprogrammen bundesweit koordiniert.
Wo gab es viel zu sehen? Die Kreiswertung
Nachdem im vergangenen Jahr Münster die meisten Birdrace-Teams verzeichnen konnte, liegt diesmal wieder der Kreis Nordfriesland vorne. Dort schwärmten 91 Personen in insgesamt 40 Teams aus. Münster (34) und Vorpommern-Greifswald (31) folgten auf den Plätzen zwei und drei. Was die Zahl der entdeckten Arten angeht, so liegt auch da Nordfriesland mit 208 Arten ganz vorne, gefolgt von Vorpommern-Greifswald (203) und etwas abgeschlagen Plön (183). Ohne Zugang zur Küste verbuchten Lüneburg und Weilheim-Schongau beeindruckende 171 Arten.
Die Ergebnisse der Kreiswertung sind hier abrufbar: https://birdrace.dda-web.de/ergebnisse/jahr/2025/kreise
Hier noch einmal auf Bundeslandebene ein genauerer Blick, wie sich die Kreise auf den Treppchen verteilen (Stand: 5.5.2025):
- Schleswig-Holstein: Nordfriesland (208) vor Plön (183) und Dithmarschen (177),
- Hamburg: 163,
- Mecklenburg-Vorpommern: Vorpommern-Greifswald (203) vor Nordwestwecklenburg (173) und Mecklenburgische Seenplatte (157),
- Niedersachsen: Lüneburg (171) vor Hannover (170) und Oldenburg (169),
- Bremen: 161,
- Brandenburg: Barnim (159) vor Havelland (158) und Potsdam-Mittelmark (152),
- Berlin: 141,
- Sachsen-Anhalt: Mansfeld-Südharz (161) vor Saalekreis (154) und Salzlandkreis (152) und Wittenberg (131),
- Nordrhein-Westfalen: Münster (162) vor Borken (145) und Gütersloh (142),
- Hessen: Wetteraukreis (152) vor Darmstadt-Dieburg (144) und Offenbach (133),
- Thüringen: Kyffhäuserkreis (120) vor Schmalkalden-Meiningen (110) und Sömmerda (104),
- Sachsen: Nordsachsen (151) vor Görlitz und Meißen (jeweils 139),
- Rheinland-Pfalz: Mainz-Bingen (131) vor Mayen-Koblenz und Rhein-Pfalz-Kreis (jeweils 115),
- Saarland: Merzig-Wadern (120) vor Saarpfalz-Kreis (102) und Saarlouis (99),
- Bayern: Weilheim-Schongau (171) vor Garmisch-Partenkirchen (170) und Weißenburg-Gunzenhausen (160),
- Baden-Württemberg: Karlsruhe (156) vor Bodenseekreis (152) und Breisgau-Hochschwarzwald (151).
- In Luxemburg wurden 123 Arten entdeckt.
Gemeinsam stark: Die Teamwertung
Ein ganz typisches Birdrace wird im Team mit mehreren Personen durchgeführt, das gemeinsam innerhalb eines Kreises unterwegs ist und dabei auf die Nutzung eines Autos verzichtet. Ein großer Teil aller Teams wählten in diesem Jahr wieder diese „klassische“ Variante. Ganz vorn landete dabei das Team „Corvus delicti“, das im Kreis Vorpommern-Greifswald innerhalb von 24 Stunden 162 Arten erradelte – damit aber seinen eigenen Rekord von 164 Arten aus dem Jahr 2024 nicht ganz erreichen konnte. Im selben Landkreis dicht auf den Fersen waren wieder „Die üblichen Verspechtigen“ (159) und als drittbestes umweltfreundliches Team auch die „Greifswaldschnepfen“ (157). Letztere wurden nur knapp überholt vom besten Autoteam „Dirthmarscher Urlaubsracer“, das im Kreis Dithmarschen 158 Arten registrierte. Auf den ersten zehn Plätzen finden sich übrigens nur drei Teams, die nicht die umweltfreundliche Variante wählten. Fazit und Empfehlung für das nächste Jahr: Besser auf das Auto verzichten 😉
Wer die Nord- oder Ostseeküste vor der Nase hat, darf sich über ein besonders großes Artenrepertoire freuen. Blicken wir nur auf die Kreise ohne Zugang der Küste, dann stechen unter den Binnenlandteams „Alle alle oder Garganey!“ aus Nordsachsen (147), der „Trans-Hannover-Express“ (146) sowie die „WetterrAdler“ aus dem Wetteraukreis (144) heraus. Bestes Autoteam der klassischen Variante war abermals „Gätkes Erben“, die in Lüneburg wie schon im Vorjahr auf 150 Arten kamen. Insgesamt 294 „klassisch“ gestartete Teams durchbrachen am 2.5.2026 die magische 100-Arten-Schwelle.
In der „Singvogelwertung“ liegen die drei eingangs erwähnten Teams aus Vorpommern-Greifswald gleichauf und sind sich einig, dass 2026 dort nicht mehr als 75 Singvogelarten drin waren. Insgesamt kamen bundesweit 22 Teams auf 70 oder mehr Singvogelarten.
Hier noch einmal auf Bundeslandebene ein genauerer Blick, wie sich die klassisch gestarteten Teams (inkl. Autoteams, ohne 1-Personen-Teams) auf den Treppchen verteilen (Stand: 5.5.2025):
- Schleswig-Holstein: „Dithmarscher Urlaubsracer“ (Dithmarschen, 158) vor „Keen Tied der Sanderling“ (Nordfriesland, 157) und „Das alles ist Urlaub“ (Nordfriesland, 155)
- Hamburg: „Hamburch mein Perlhuhn“ (133) vor „AHardDaysBird“ (115) und „Hamburger Birdnerds“ (101)
- Mecklenburg-Vorpommern: „Corvus delicti“ (Vorpommern-Greifswald, 162) vor „Die üblichen Verspechtigen“ (Vorpommern-Greifswald, 159) und „Greifswaldschnepfen“ (Vorpommern-Greifswald, 157)
- Niedersachsen: Gätkes Erben (Lüneburg, 150) vor „Dodo, Bibo und das Flüwatüt“ (Stadt Oldenburg, 147) und „Trans Hannover Express“ (Region Hannover, 146)
- Bremen: „Lena und die grauen Wölfe“ (133) vor „Birdebaol“ (128) und „AutonomesOrniPedalChaosDuo“ (117)
- Brandenburg: „Zählschwalben“ (Havelland, 140) vor „Pornithos“ (Potsdam-Mittelmark, 132) und „Wilder Horst“ (Potsdam-Mittelmark, 130)
- Berlin: „Baumkieker“ (117) vor „Inglorious Birders“ (112) und „Zweiereulen“ (104)
- Sachsen-Anhalt: „Agrarsteppenroller“ (Salzlandkreis, 139) vor „Strenzfeldschwirle“ (Salzlandkreis, 133) sowie „Salzraben“ (Mansfeld-Südharz, 123)
- Nordrhein-Westfalen: „Quail Force One (Münster, 141) vor „Willst du viel, find den Triel“ (Münster 138) und „münSTARaner fachSCHAFSTELZEN“ (Münster, 131)
- Hessen: „WetterrAdler“ (Wetteraukreis, 144) vor „Nordhessische Grenzgänger“ (Hersfeld-Rotenburg, 130) und „Perdix Patrol“ (Darmstadt-Dieburg, 124)
- Thüringen: „GOLDENE AUErhähne“ (Kyffhäuserkreis, 120) vor „Crexy and we know it“ (Wartburgkreis, 118) und „AC Rotmilan“ (Sömmerda, 104)
- Sachsen: „Alle alle oder Garganey!“ (Nordsachsen, 147) vor „Pillnitz Racing Team (Meißen, 114) und „Meißener Federfahnder“ (Meißen, 111)
- Rheinland-Pfalz: „Unfugshäher (Mainz-Bingen, 125) vor „Meropsianer (Rhein-Pfalz-Kreis, 115) und „Seher von MYKene (Mayen-Koblenz, 107)
- Saarland: „Schwenker-Birders“ (Merzig-Wadern, 115) vor „Flugmodus aktiv“ (Saarlouis, 89) und „Could be a bird“ (Merzig-Wadern, 45)
- Bayern: „BroadweschdSpäzzle“ (Weißenburg-Gunzenhausen, 143) vor „Zehntöter*innen“ (Erlangen-Höchstadt, 133) und „Pannenmeisen“ (Erlangen-Höchstadt, 131)
- Baden-Württemberg: „Spatzengang“ (Karlsruhe) und „Die regen Brachvögel“ (Konstanz, jeweils 131) vor „Bodensehschwalben“ (Bodenseekreis, 130)
flexibel
Neben dem „klassischen“ Birdrace fand auch die „flexible“ Variante wieder viel Zuspruch. Bei dieser Form des Birdraces schließen sich Personen kreis- oder oft sogar bundeslandübergreifend zu einem „virtuellen Team“ zusammen. Unter den Teams, die diese Variante umweltfreundlich ohne Auto nutzten, stehen „Die Uferschnäpse“ mit 154 Arten ganz oben (unterwegs in SH und BW), gefolgt von den „Wallnauer Feldspatzen auf Tour“ (153 in SH, NW und BW) und „Die 3 E1sTurmvögel“ (149 in MV und NW).
Schaut man auch auf die Autoteams, so stehen „Spaß am Vögeln“ (200 in MV, BB, TH, BY und BW) vor „Schöömies“ (192 in SH, MV, BY und BW) sowie „Haukenlerchen und SilberRoyer“ (185 in SH, NI, BB, NW und RP).
Die meisten Singvogelarten unter den flexibel gestarteten Teams fanden „Spaß am Vögeln“ (85), während das beste Fahrradteam dieser Variante mit den „Mooskehlchen“ (BY) auf 79 Singvogelarten kam.
Für den guten Zweck: Die Spendenwertung
Neben ganz viel Spaß und tollen Erlebnissen in der Natur ist das Birdrace gleichzeitig Jahr für Jahr ein Rennen, bei dem Spenden für ein jährlich von den Mitgliedsverbänden des DDA festgelegtes Projekt gesammelt wird. Wie schon in den beiden Vorjahren fließen auch in diesem Jahr wieder alle Spenden in das Projekt ADEBAR 2, den neuen Atlas Deutscher Brutvogelarten (https://adebar.dda-web.de/). Die Kartierungen laufen bereits in allen Bundesländern sehr erfolgreich und ein riesiger Datenschatz wird Tag für Tag mit neuen Informationen angereichert. Bis 2029 findet diese Inventur unserer Brutvögel statt, um aus den Ergebnissen aktuelle Verbreitungskarten zu erarbeiten und aktuelle Brutbestände zu ermitteln. Nach aktuellem Stand kamen rund 53.000 Euro zusammen. Ganz oben in der Spendenwertung ist wie immer das „TEAM BO-Bachter“ zu finden – von wegen Mittelfeld der Zweiten Liga! Die Bochumer fuhren im Stadtgebiet ein Rekordergebnis von 105 Arten ein und kamen damit auf eine Summe von mehr als 4.600 Euro. Das Bonner BfN-Team „Birding for Nature“ erreichte mehr als 4.200 Euro und die Starnberger „ASOnauten“ landeten mit insgesamt 1.600 Euro auf Rang 3. Insgesamt sieben Teams übertrafen die 1000 Euro, 19 Teams erreichten die Marke 500 und insgesamt 135 Teams spendeten 100 Euro oder mehr. Jeder Euro hilft und so danken wir allen 360 Teams, die Spenden gesammelt haben, für diese tolle Unterstützung!
Kreativität kennt keine Grenzen – Die Teamnamen
Beeindruckend ist auch nach 23 Jahren Birdrace wieder einmal die Kreationen der Teamnamen. Es fällt sehr schwer, hier eine Auswahl zu treffen und einige bereits seit Jahren etablierte Namen sind geradezu unschlagbar. Eine kleine Auswahl neuer Teamnamen in alphabetischer Reihenfolge soll aber auch in diesem Jahr nicht fehlen:
ADEBARtmeisen / Al Bird Einstein / Alle alle oder Garganey! / Apirol Spatz / Auf Wiederhopfen / aufeinemAugeBirds / Birdblitz Bop / Birdolino / Captain Kirkenzeisig / CUX du hast die Gans gestohlen / Calvin Kleinspecht / Chillfrohrsänger / Crex Pistols / Crows before Bros / Du-Dödel-Di-Du-Dödel-Du! / FeatherForecast / Ferngrasmücken mit Nackenstare / Gans dohle verletzt / Gans locker / Gans oder Kranicht / Gans schön armselig / Gans stark / Glück auf der Steinkauz kommt / Grauspecht Guerilla / Grünspecht Guerilla / Gulls N Roses / hätte hätte Rebhuhnkette / Herr der Ringdrossel / Holla die Waldschnep-Fee / Im Wendekreis der Waldschnepfe / Keine Schwalben Sachen / Merz, leck Reiher! / mollissima piep machen / Nierensteinschmätzer / nur kuckuck, nicht anfasan! / Pecky Blinders / Raben krähen auch / Sag mir Nandu, sag mir Schwan / Siamo Tutti Avifaunisti / The Dark Side of the Huhn / The wrong Tern / There will be Birds / This will be a ruff one / Unterschwanzultras / Voll auf CREX durchgeWACHTELt / Wat Knutt dat Knutt / zu Wiedo sag ich nie no / Zwei wie Specht und Schwefel.
Urkunden und Verlosung
Das am vergangenen Samstag Erlebte, bleibt sicherlich noch länger im Kopf, doch viele möchten diesen Tag auch in anderer Form für sich archivieren. Die Birdrace-Urkunden mit Gemälden verschiedener Künstler erfreuen sich daher großer Beliebtheit. Um Ressourcen zu schonen, werden Urkunden seit 2024 für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer als PDF angeboten. Dazu einfach auf der Birdrace-Homepage einloggen und nach Belieben eine Einzel-, Team- und/oder Spendenurkunde herunterladen. In gewohnter Form werden wir gedruckte Urkunden weiterhin als Dankeschön an Personen versenden, die eine entsprechende Auswahl in den Basisangaben gesetzt haben und deren Team mindestens 5 Euro Spenden eingeworben hat. Die gedruckten Urkunden werden wie gewohnt im Laufe des Sommers verschickt.
Bei der Verlosung können dank zahlreicher Unterstützer in diesem Jahr alle wieder auf einen der mehr als 80 Preise hoffen. Für die großzügige Unterstützung in Form von Sachpreisen bedanken wir uns bei unseren Hauptsponsoren ZEISS Photonics & Optics, Orniwelt und birdingtours sowie Andrea Kaltenthaler, dem AULA-Verlag, Lucky Looker, der DO-G, Oenatur, HingHang, Schwegler, Flying Roasters, Dominik Eulberg, Klimawiese, Berlebach, Hirschkind, Sarah Heuzeroth, Petzl, Euronatur, dem Knesebeck Verlag, Unterwegs, wildkreativ, Plego, Bastei Lübbe, Bresser, dem S. Fischer Verlag und Springer Nature.
Die Preise werden in der kommenden Woche verlost, die Gewinner per E-Mail benachrichtigt. Ebenso erhalten alle, die dies in den Basisangaben ausgewählt haben, als Dank für ihre Teilnahme einen Rabattcode für den Orniwelt-Shop.
Wir hoffen, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf ein Birdrace 2026 mit vielen schönen und bleibenden Erinnerungen zurückblicken. Wir freuen uns schon jetzt auf die 24. Ausgabe dieser avifaunistischen Aktion und freuen uns auf ein Wiedersehen am 8. Mai 2027.